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Licht & Entdecken

Zehra und der Regenbogen auf dem Boden

Ein kleiner Regenbogen wandert über Zehras Zimmer. Mit einem Glasprisma entdeckt sie seine Quelle.

  • ab 6 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Licht & Entdecken

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Zehra und ihr Vater halten ein Glasprisma ins Sonnenlicht und sehen einen kleinen Farbstreifen auf weißem Papier.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Zehra und der Regenbogen auf dem Boden

Kapitel 1 von 4

Farben neben dem Schuh

Zehra zog am Morgen ihre Schuhe an, als sie auf dem Boden sechs helle Farben entdeckte. Rot lag neben der Fußleiste, Violett zeigte zum Teppich. Sie trat zur Seite, aber die Farben blieben. „Wo kommt der kleine Regenbogen her?“, fragte sie. Ihr Vater sah aus dem Fenster. Draußen hatte es nicht geregnet. Die Sonne schien direkt in den Raum.

Zehra hielt eine Hand über die Farben. Auf ihrem Handrücken erschien ein heller Streifen, darunter lag Schatten. Der Regenbogen kam also mit dem Licht von oben. Sie folgte dem Sonnenstrahl bis zum Regal. Dort stand ein durchsichtiges dreieckiges Glasstück, das Oma als Briefbeschwerer geschenkt hatte. Vater nannte es Prisma. Zehra durfte es erst anschauen, dann gemeinsam mit ihm vorsichtig in die Hand nehmen.

Kapitel 2 von 4

Ein Weg für das Licht

Vater stellte das Prisma auf einen sicheren Tischplatz und hielt es im Sonnenlicht. Die Farben landeten nun auf einem weißen Blatt. Zehra drehte das Glas ein kleines Stück. Der Regenbogen wanderte über das Papier. Als sie es aus dem Licht nahm, verschwanden die Farben. Das Glas hatte keine Farbe verschluckt; das Sonnenlicht wurde darin auf verschiedene Wege gelenkt. Vater erklärte es mit einfachen Worten, und Zehra sah lieber noch einmal selbst hin.

Sie legte ein rotes Tuch an die Stelle des weißen Blatts. Nun konnte sie manche Farben kaum noch erkennen. Auf dem weißen Papier waren sie deutlicher. Zehra stellte beide Unterlagen nebeneinander und verglich. Ein schöner Effekt war nicht auf jedem Hintergrund gleich gut sichtbar. Sie malte die Reihenfolge der Farben in ihr Heft, ohne zu behaupten, dass ihr Stift genauso hell leuchten konnte.

Kapitel 3 von 4

Wohin ist er gegangen?

Nach dem Mittagessen lag der Sonnenstrahl nicht mehr auf dem Regal. Zehra stellte das Prisma an denselben Platz. Kein Regenbogen erschien. Sie dachte zuerst, das Glas sei kaputt. Vater zeigte auf die veränderte Sonne am Fenster. Gemeinsam rückten sie das Prisma an eine andere Stelle, wo Licht hindurchfiel. Die Farben kamen wieder, diesmal an der Wand. Zehra musste den Winkel mehrmals verändern, bevor alle Streifen zu sehen waren.

Sie beschlossen, das Glas nach dem Versuch wieder sicher ins Regal zu stellen. Es war schwer und konnte beim Herunterfallen zerbrechen. Zehra zeichnete zwei kleine Zimmerbilder: morgens mit dem Regenbogen am Boden, nachmittags mit ihm an der Wand. Die Zeichnungen erinnerten sie daran, dass nicht nur das Prisma wichtig war, sondern auch der Weg des Sonnenlichts.

Kapitel 4 von 4

Ein Regenbogen ohne Regen

Am Abend zeigte Zehra Oma ihre Bilder. „Hast du draußen einen Regenbogen gesehen?“, fragte Oma. Zehra schüttelte den Kopf und führte sie zum Fenster. Die Sonne stand schon zu tief für denselben Versuch. Stattdessen erklärte Zehra, was sie am Morgen beobachtet hatte. Sie zeigte auf das dreieckige Glas und auf ihre zwei Zeichnungen. Oma hörte zu, ohne Zehras Wörter zu verbessern.

„Morgen können wir es noch einmal versuchen“, sagte Zehra. Sie wusste nicht, ob die Sonne scheinen würde. Ein bewölkter Morgen könnte eine andere Antwort bringen. Das machte nichts. Der Regenbogen in ihrem Heft blieb, und das Prisma wartete sicher im Regal. Zehra freute sich auf die nächste Gelegenheit, dem Licht einen neuen Weg zu geben.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Was brauchte Zehra für den Regenbogen im Zimmer?
  2. Warum sah sie ihn auf weißem Papier deutlicher?
  3. Welche Lichtfarben hast du schon entdeckt?

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