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Fairness & Genauigkeit

Sami und die schiefe Waage

Am Marktstand zeigt eine Waage für gleiche Beutel verschiedene Gewichte. Sami prüft mit der Händlerin, woran das liegt.

  • ab 6 Jahren
  • 8 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Fairness & Genauigkeit

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Sami und eine freundliche Markthändlerin vergleichen zwei kleine Apfelbeutel an einer mechanischen Waage; warme Farben und klare Gewichte.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Sami und die schiefe Waage

Kapitel 1 von 4

Zwei Beutel Äpfel

Sami half Frau Lenz an ihrem kleinen Obststand, Schilder aufzustellen. Zwei Kundinnen wollten je einen Beutel Äpfel. Frau Lenz legte die Beutel nacheinander auf die Waage. Beim ersten zeigte der Zeiger ein halbes Kilo. Beim zweiten etwas mehr. Sami nahm die Beutel in die Hände. Sie fühlten sich gleich schwer an. „Vielleicht sind meine Hände keine gute Waage“, sagte er.

Frau Lenz wollte den zweiten Beutel schon verändern. Da bemerkte Sami, dass die Waage auf einem zusammengefalteten Tuch stand. Eine Ecke hing über die Tischkante. „Kann das den Zeiger ändern?“, fragte er. Frau Lenz wusste es nicht sicher. Sie legten beide Beutel beiseite, damit niemand für ein ungeprüftes Gewicht bezahlen musste.

Kapitel 2 von 4

Erst den Tisch prüfen

Sie stellten die leere Waage auf den festen Teil des Tisches. Der Zeiger stand nicht auf null. Unter einem Fuß klebte ein kleines Stück Pappe vom Obstkarton. Frau Lenz hob die Waage an, Sami nahm die Pappe weg. Nun stand das Gerät gerade. Frau Lenz stellte den Zeiger auf null. Erst danach legten sie den ersten Beutel wieder auf.

Der erste wog ein halbes Kilo, der zweite fast genauso viel. Die Kundinnen warteten geduldig. Sami wollte sie nicht mit Zahlen verwirren. Er sagte: „Wir haben erst den Boden unter der Waage geprüft.“ Eine der Frauen lachte. „Das ist auch beim Bauen ein guter Anfang.“

Kapitel 3 von 4

Ein Apfel Unterschied

Frau Lenz zählte die Äpfel. In beiden Beuteln lagen vier, aber einer der Äpfel im zweiten war größer. Jetzt verstand Sami den kleinen Unterschied. Die Waage hatte zuerst schief gestanden; zusätzlich waren die Äpfel tatsächlich nicht ganz gleich. Beides mussten sie auseinanderhalten. Frau Lenz fragte die Kundinnen, ob sie genau abgewogen oder lieber vier Äpfel möchten.

Beide entschieden sich für abgewogene Beutel. Frau Lenz legte einen kleineren Apfel zum ersten und nahm aus dem zweiten einen großen heraus. Sie wog noch einmal nach und erklärte den Preis. Sami sah zu, wie der Zeiger nach jeder Bewegung kurz zitterte und dann stillstand. Er wartete nun mit dem Ablesen, bis die Nadel ruhte.

Kapitel 4 von 4

Das Schild an der Waage

Als der Andrang vorbei war, schrieb Sami ein kleines Schild: Erst gerade stellen, dann auf null, dann wiegen. Frau Lenz befestigte es neben der Waage. Sami fand, dass das wie drei Schritte in einem Rätsel klang. Er hatte nicht einfach entschieden, welcher Beutel schwerer war. Er hatte zuerst herausgefunden, ob das Werkzeug richtig stand.

Später kaufte sein Vater zwei Äpfel. Sami durfte sie wiegen, aber Frau Lenz sah zu. Er prüfte die Füße der Waage und wartete auf den ruhigen Zeiger. Sein Vater biss draußen in einen Apfel. „Und schmeckt er nach genau einem halben Kilo?“, fragte Sami. Sein Vater schüttelte den Kopf. „Nach einem guten Apfel.“

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Warum zeigte die Waage zuerst falsch an?
  2. Was entdeckte Sami zusätzlich an den Äpfeln?
  3. Wann lohnt es sich, ein Werkzeug zuerst zu prüfen?

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