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Nachfragen & Verstehen

Niko und das klingelnde Fahrrad

Ein klingelndes Fahrrad sorgt für Verwirrung. Niko entdeckt, dass sein kleiner Bruder um Hilfe bittet.

  • ab 6 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Nachfragen & Verstehen

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Niko untersucht mit seinem kleinen Bruder und seiner Mutter die lockere Klingel an einem stehenden Kinderfahrrad.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Niko und das klingelnde Fahrrad

Kapitel 1 von 4

Kling, kling, kling

Niko wollte im Hof einen Kreideparcours malen. Sein kleiner Bruder Enno fuhr auf dem Kinderfahrrad um die Bank. Bei jeder Runde hörte Niko dieselbe Klingel: kling, kling, kling. „Ich habe dich gehört“, rief er. Enno fuhr weiter. Als er wiederkam, klingelte es noch dreimal. Niko legte die Kreide hin. „Du musst mich nicht dauernd rufen.“ Enno sah ihn überrascht an.

„Ich habe gar nicht gedrückt“, sagte Enno. Niko glaubte ihm zuerst nicht. Er sah, dass Ennos Hand am Lenker lag, genau neben der kleinen Glocke. Dann fuhr Enno langsam an ihm vorbei. Die Glocke klingelte, obwohl die Finger still blieben. Beide hielten an. Jetzt war klar, dass die Klingel selbst etwas Besonderes machte.

Kapitel 2 von 4

Eine lockere Schraube

Niko drehte das Vorderrad vorsichtig mit der Hand. Nichts klingelte. Er bewegte den Lenker ein wenig. Sofort klang die Glocke. Ihre Halterung wackelte. Ein kleiner Schraubenkopf schaute heraus. Enno erzählte, dass er über eine Bodenfuge gefahren war. Danach hatte die Glocke begonnen, bei jeder Kurve zu läuten. Er hatte Niko ansprechen wollen, aber der hatte gerade die Kreidelinien gezogen.

Niko wurde warm im Gesicht. Er hatte das Klingeln für ein Drängeln gehalten und Enno nicht gefragt. „Entschuldigung“, sagte er. „Ich dachte, du machst das mit Absicht.“ Enno zuckte mit den Schultern. „Ich dachte, du merkst, dass etwas nicht stimmt.“ Gemeinsam schoben sie das Rad zu Mama, die im Garten arbeitete.

Kapitel 3 von 4

Einmal fest, einmal prüfen

Mama holte einen passenden Schraubendreher. Sie zeigte Niko und Enno, wie die Halterung gerade am Lenker sitzen musste. Niko hielt die Glocke fest; Mama zog die Schraube an. Enno durfte anschließend drücken. Ein klares kling ertönte. Dann bewegte er den Lenker hin und her. Es blieb still. Sie prüften außerdem, ob Bremsen und Räder frei liefen, bevor Enno wieder losfuhr.

Der Kreideparcours war noch nicht fertig. Niko malte nun eine kleine Haltezone vor der Bank. „Hier kann man stoppen, wenn etwas am Rad komisch ist“, sagte er. Enno wollte zuerst eine schnelle Kurve. Dann zeigte er auf die Zone. „Die brauchen wir wirklich.“ Niko malte ein großes weißes Rechteck, das auch von Ennos Fahrrad aus gut zu sehen war.

Kapitel 4 von 4

Nur wenn es nötig ist

Enno fuhr die erste Runde. Der Lenker blieb still. Vor der Haltezone drückte er einmal selbst die Klingel, damit Niko zur Seite schauen konnte. Diesmal hörte Niko den Unterschied: ein einzelner klarer Ton statt des zufälligen Klapperns. Er hob die Hand und trat hinter die Kreidelinie.

Später rollten die Brüder abwechselnd durch den Parcours. Wenn jemand etwas sagen wollte, hielt er an. Die Klingel blieb für Warnungen frei. Am Abend erzählte Niko Papa von der lockeren Schraube und von seiner vorschnellen Vermutung. „Was machst du nächstes Mal?“, fragte Papa. „Erst anhalten und nachfragen“, sagte Niko. Enno fügte hinzu: „Und das Fahrrad zusammen anschauen.“

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Warum klingelte das Fahrrad ohne Ennos Hand?
  2. Was hätte Niko früher fragen können?
  3. Wann sollte man mit dem Fahrrad anhalten?

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