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Feiern & Dazugehören

Karo und der Platz am Tisch

Für ihren Geburtstag deckt Karo den Tisch. Als ein Stuhl zu hoch ist und ein Platz fehlt, plant sie mit den Gästen neu.

  • ab 5 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Feiern & Dazugehören

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Karo ordnet Tierkarten am Geburtstagstisch neu und hält die Schneckenkarte für den zusätzlichen freien Platz bereit; Mutter und Oma rücken Blumen beiseite.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Karo und der Platz am Tisch

Kapitel 1 von 4

Karten für alle

Karo hatte für ihre Geburtstagsgäste kleine Karten bemalt. Auf jeder stand ein Name und daneben ein Tier. Für Alva zeichnete sie einen Hasen, für Tom einen Fuchs und für Mina einen bunten Fisch. Sie legte die Karten rund um den Küchentisch. Mama brachte Teller und Becher. Karo zählte: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs. Genauso viele Namen hatte sie. Sie stellte einen siebten Teller dazu, für Oma, die später vielleicht mitessen wollte.

Als die ersten Gäste kamen, zeigte Karo stolz die Plätze. Tom setzte sich auf einen hohen Hocker, schob die Füße hin und her und rutschte wieder herunter. „Meine Beine hängen ganz frei“, sagte er. Mina konnte von ihrem Platz den Kuchenteller kaum erreichen. Außerdem wollte Alva gern neben ihrer kleinen Schwester sitzen, die Karo in ihrer Zeichnung vergessen hatte. Der Tisch sah schön aus, aber er passte noch nicht zu den Menschen, die wirklich daran sitzen würden.

Kapitel 2 von 4

Noch einmal zählen

Karo wurde heiß im Gesicht. Sie hatte so lange an den Karten gemalt. Mama fragte, ob die Gäste zusammen überlegen wollten. Alva sagte, ihre Schwester könne auf dem freien Stuhl sitzen. Tom tauschte den hohen Hocker gegen einen niedrigen Küchenstuhl. Karo rückte Mina näher an die Mitte, wo alle Schüsseln standen. Dabei nahm sie die Karten nicht einfach weg. Sie fragte jedes Kind, ob der neue Platz in Ordnung war.

Oma kam genau in diesem Moment durch die Tür. „Jetzt fehlt wieder ein Stuhl“, stellte Karo fest. Oma wollte zuerst gar nicht am Tisch sitzen, sondern den Kuchen schneiden. Karo dachte nach. Sie holte mit Mama einen weiteren Stuhl aus dem Wohnzimmer. Der passte an die kurze Tischseite, wenn sie den Blumenstrauß etwas zurückstellten. Diesmal probierten alle aus, ob sie genug Platz für Arme und Teller hatten, bevor Karo die Karten erneut hinlegte.

Kapitel 3 von 4

Ein Fest mit Bewegung

Beim Kuchenessen zeigte Alvas Schwester auf den gemalten Fisch. „Der ist meiner!“, rief sie. Mina erklärte ihr freundlich, dass der Fisch auf ihrer Karte stand, aber sie könne ihn gern genauer anschauen. Karo hatte für die Schwester noch keine Karte. Sie holte einen leeren Karton und fragte nach ihrem Lieblingstier. „Eine Schnecke“, sagte die Kleine. Karo malte eine Schnecke mit einem winzigen Geburtstagskuchen auf dem Rücken. Die neue Karte kam auf den Platz neben Alva.

Nach dem Kuchen wollten die Kinder ein Spiel am Tisch machen. Mina schlug vor, die Tierkarten zu vertauschen und zu raten, wem welches Tier gehörte. Karo fand das lustig. Beim Raten merkten sie, dass jede Karte mehr als einen guten Platz haben konnte. Nur die Menschen mussten sich wohlfühlen. Tom stellte seinen niedrigen Stuhl ein Stück zurück, damit er beim Aufstehen niemanden anstieß. Alvas Schwester rückte dicht an ihre Schwester heran.

Kapitel 4 von 4

Der letzte Stuhl

Am Abend waren die Teller leer. Oma stapelte sie, während Karo die Karten einsammelte. Sie wollte die Namen als Erinnerung in eine kleine Schachtel legen. Auf dem Tisch waren Krümel, und der Blumenstrauß stand nicht mehr genau in der Mitte. Karo betrachtete das Durcheinander. Es sah anders aus als ihr Plan vom Morgen. Trotzdem hatte jedes Kind Kuchen, einen bequemen Platz und jemanden zum Reden gehabt.

Mama fragte, welches Geschenk Karo am besten gefallen habe. Karo dachte an die Schneckenkarte, die sie erst während des Festes gemalt hatte. „Dass wir noch einen Platz gefunden haben“, sagte sie. Alvas Schwester hatte auf dem Heimweg die Karte mitgenommen. Karo hatte das erlaubt, denn die kleine Schnecke gehörte schließlich zu ihr. Die übrigen Karten legte sie ordentlich in die Schachtel. Nächstes Jahr würde sie wieder welche malen, aber einen freien Karton würde sie gleich dazulegen.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Warum passte Karos erster Tischplan nicht?
  2. Was fragten die Kinder, bevor sie die Plätze änderten?
  3. Wie kann ein Fest für alle gemütlich werden?

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