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Forschen & Ausprobieren

Fara und das kleine Floß

Fara baut aus Korken ein kleines Floß für ein Wasserbecken. Mit verschiedenen Lasten entdeckt sie, warum es manchmal kippt.

  • ab 6 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Forschen & Ausprobieren

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Fara beobachtet mit ihrem Vater ein Floß aus vier Korken in einer flachen Wasserwanne; eine Holzfigur steht in der markierten Mitte.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
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HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Fara und das kleine Floß

Kapitel 1 von 4

Ein Hafen im Garten

Fara füllte mit Papa eine flache Wanne mit Wasser. Sie stand sicher auf dem Gartentisch, weit weg von der Kante. Daneben lagen vier saubere Korken, zwei breite Gummibänder und eine kleine Holzfigur. Fara wollte ein Floß bauen, das die Figur von einer Seite zur anderen brachte. Sie legte zwei Korken nebeneinander und hielt sie mit einem Band zusammen. Das Floß schwamm. Als sie die Figur daraufstellte, kippte es sofort nach rechts. Die Figur plumpste in die Wanne.

Papa griff sie heraus und stellte sie auf ein Tuch. Fara lachte zuerst, dann runzelte sie die Stirn. „Es schwimmt doch. Warum hält es die Figur nicht?“ Sie drückte das Floß mit einem Finger ganz leicht an. Die beiden Korken rollten auseinander. Vielleicht brauchte der kleine Hafen ein breiteres Schiff. Fara holte die anderen Korken heran und wollte die Idee prüfen, bevor sie eine neue Figur suchte.

Kapitel 2 von 4

Breiter, aber noch nicht fertig

Mit vier Korken wurde das Floß breiter. Papa half beim Festhalten der Gummibänder. Fara legte die Holzfigur wieder darauf. Nun blieb das Floß gerade, solange die Figur in der Mitte stand. Als Fara sie an den Rand schob, neigte sich eine Seite. „Der Platz ist wichtig“, sagte sie. Sie markierte die Mitte mit einem kleinen roten Punkt auf einem Stück Papier, das sie zwischen die Korken steckte. Danach setzte sie die Figur genau darauf.

Fara pustete vorsichtig über das Wasser. Das Floß glitt langsam zur anderen Seite der Wanne. Dort stieß es an den Rand. Die Figur blieb stehen. Papa fragte, ob das schon der ganze Versuch sei. Fara wollte es noch mit einer etwas schwereren Figur testen. Sie nahm eine aus Holz, keine aus Metall, weil sie das Floß nicht beschädigen wollte. Das neue Gewicht lag wieder in der Mitte. Das Floß sank tiefer, hielt aber. Fara notierte: vier Korken tragen mehr als zwei.

Kapitel 3 von 4

Eine Last, zwei Plätze

Als Nino aus dem Nachbargarten dazukam, wollte er zwei Figuren gleichzeitig transportieren. Fara stellte beide nebeneinander in die Mitte. Sie stießen aneinander und eine fiel um. Nino schlug vor, sie an die beiden Enden zu stellen. Dann wippte das Floß. Gemeinsam probierten sie, die Figuren mit etwas Abstand links und rechts vom Mittelpunkt zu setzen. Jetzt lag das Gewicht besser verteilt. Papa sah zu, ohne die Plätze für sie zu bestimmen.

Nino pustete zu stark. Eine Welle lief bis an den Rand, und eine Figur fiel trotzdem ins Wasser. „Das war nicht nur das Floß“, sagte Fara. Sie holten die Figur heraus und pusteten beim nächsten Mal sanfter. So konnten sie unterscheiden, was am Floß lag und was an der Bewegung des Wassers. Nach zwei weiteren Fahrten erreichten beide Figuren den anderen Rand. Fara zeichnete zwei kleine Punkte auf ihren Papierplan, wo sie gut gestanden hatten.

Kapitel 4 von 4

Der letzte Weg

Vor dem Abendessen leerten Fara und Papa die Wanne und trockneten den Tisch. Fara steckte zuletzt ein kleines Papiersegel zwischen die Korken und ließ das Floß einmal ohne Figuren fahren. Danach hob sie es auf ein Tuch. Es war kein richtiges Schiff und würde nie über einen See fahren. Für ihren kleinen Hafen hatte es gereicht. Sie betrachtete die rote Mitte und die beiden Punkte für die Figuren. Morgen wollte sie den Versuch mit dem Papiersegel genauer beobachten. Heute war sie zufrieden mit dem, was sie herausgefunden hatte.

Beim Essen erzählte Fara von ihren drei Versuchen: zwei Korken mit einer Figur, vier Korken mit einer Figur und vier Korken mit zwei Figuren. Mama fragte, welcher Versuch am wichtigsten gewesen sei. Fara dachte nach. „Der erste, der gekippt ist“, sagte sie. „Sonst hätte ich die anderen Korken nicht geholt.“ Papa lächelte. Das kleine nasse Holzpüppchen lag längst wieder trocken auf dem Fensterbrett. Fara wollte es morgen noch einmal auf Reisen schicken.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Was machte das erste Floß instabil?
  2. Wie verteilte Fara die Last?
  3. Warum sind mehrere Versuche beim Forschen hilfreich?

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