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Forschen & Geduld

Elva und die wandernden Farben

Elva beobachtet, wie gefärbtes Wasser durch Küchenpapier wandert. Als die Farben sich treffen, entsteht eine neue Farbe.

  • ab 5 Jahren
  • 8 Minuten
  • Lesestufe 2
  • Forschen & Geduld

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Elva und ihre Mutter beobachten am Küchentisch zwei Gläser mit gelbem und blauem Wasser; der Papierstreifen dazwischen wird in der Mitte grün.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Elva und die wandernden Farben

Kapitel 1 von 4

Zwei Gläser und ein Streifen

Elva wollte für ihren Bruder ein Bild mit einem grünen Baum malen. Die grüne Farbe war leer. Auf dem Küchentisch standen noch zwei Gläser mit Wasser vom Basteln: eines gelb, eines blau. Mutter schlug vor, mit einem schmalen Streifen Küchenpapier zu beobachten, wie Wasser wandert. Elva faltete den Streifen, und Mutter stellte die Gläser auf ein abwischbares Tablett.

Ein Ende des Papiers tauchte ins gelbe Wasser, das andere ins blaue. In der Mitte blieb es zunächst weiß. Elva erwartete, dass sofort Grün erscheinen würde. Sie wartete eine Minute. Nur die unteren Enden waren feucht. „Vielleicht klappt es nicht“, sagte sie. Mutter zeigte auf eine feine gelbe Linie, die bereits nach oben gekrochen war.

Kapitel 2 von 4

Ein langsamer Weg

Elva malte auf ein anderes Blatt zwei Gläser und machte nach einigen Minuten einen kleinen Strich an die Stelle, an der das Gelb stand. Nun stieg auch das Blau. Das Papier sog das Wasser auf, obwohl niemand daran zog. Elva wollte den Streifen hochheben, um schneller nachzusehen. Mutter bat sie, ihn noch liegen zu lassen. Sonst könnte der Weg der Farben unterbrochen werden.

Sie räumten währenddessen die Stifte auf. Als Elva zurückkam, hatten sich Gelb und Blau in der Mitte berührt. Dort war das Papier grünlich. Nicht so kräftig wie die Farbe aus dem Malkasten, aber deutlich anders als an den Enden. „Die Farben haben sich unterwegs getroffen“, sagte Elva. Mutter nickte. Das Wasser hatte sie mitgenommen.

Kapitel 3 von 4

Ein Bild aus der Beobachtung

Elva hielt den Streifen gegen das Licht, nachdem Mutter ihn vorsichtig aus den Gläsern genommen hatte. Die Mitte war feucht und weich. Sie legten ihn auf einen Teller zum Trocknen. Für ihren Baum konnte Elva gelbe und blaue Stifte übereinander malen. Sie probierte es auf einem Probestück. Auch dort wurde ein Teil grün, aber anders als auf dem Papierstreifen.

Ihr Bruder kam herein und wollte wissen, ob der Baum schon fertig sei. Elva zeigte ihm erst das Experiment. Er fragte, ob Rot und Blau ebenfalls zusammenwandern könnten. „Das weiß ich noch nicht“, antwortete sie. Sie stellte keine Behauptung auf, bevor sie es gesehen hatte. Gemeinsam zeichneten sie ihren Baum mit grünen, blauen und gelben Blättern.

Kapitel 4 von 4

Das trockene Band

Am nächsten Morgen war der Papierstreifen trocken. Elva klebte ihn in ihr Bastelheft. Sie schrieb mit Mutters Hilfe darunter: Gelb links, Blau rechts, Grün in der Mitte. Der Streifen sah nicht mehr so leuchtend aus wie am Abend, aber die Grenze zwischen den Farben konnte sie noch erkennen. Ihr Bruder klebte ein Blatt vom Garten daneben.

Elva war froh, dass das Ergebnis nicht sofort gekommen war. Während sie gewartet hatte, hatte sie die feinen Farblinien gesehen. Sie nahm neue trockene Papierstreifen aus der Packung und legte sie für den nächsten Versuch bereit. Das Experiment sollte wieder auf dem Tablett stattfinden. Wasser durfte wandern; der Küchentisch musste nicht mitwandern.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Wodurch wanderten die Farben nach oben?
  2. Was geschah in der Mitte des Papierstreifens?
  3. Welche zwei Farben würdest du gern einmal beobachten?

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