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Ella und der Weg zum blauen Becken
Drei gleiche Türen
Ella war mit Papa im Schwimmbad. Sie wollten erst ins flache Becken und danach zur blauen Bank am Fenster, wo ihre Handtücher lagen. Papa zeigte ihr die Bank und sagte: „Falls wir uns nicht sehen, bleib hier und sprich mit dem Aufsichtspersonal.“ Ella wiederholte die Abmachung. Dann gingen sie zum Wasser.
Nach einer Pause holte Papa am Spind ihre Trinkflasche. Ella wartete am Beckenrand. Ein Kind mit einer roten Schwimmbrille fragte sie etwas, und Ella drehte sich um. Als sie wieder zum Ausgang sah, wirkten plötzlich drei Türen gleich. Papa war nicht da. Ella wollte loslaufen, hielt aber inne. Ihre Füße blieben auf dem trockenen Weg.
Die blaue Bank
Ella suchte zuerst das Fenster. Dort stand die blaue Bank. Sie ging langsam dorthin, ohne ins Wasser zu steigen. Auf der Bank lagen ihre Handtücher mit den gelben Streifen. Ella setzte sich. Ihr Herz klopfte. Sie atmete ein und aus und dachte an Papas Satz: bleiben und Hilfe holen. Neben dem Becken stand eine Bademeisterin in Dienstkleidung.
Ella winkte ihr zu. Die Frau kam herüber. „Ich finde meinen Papa gerade nicht“, sagte Ella. Die Bademeisterin blieb bei ihr und fragte nach Papas Namen. Ella nannte ihn. Gemeinsam schauten sie zum Spindbereich. Die Bademeisterin verständigte eine Kollegin; Ella musste nicht selbst zwischen den Türen suchen.
Ein vertrautes Handtuch
Wenig später kam Papa aus dem Spindbereich. Er hatte Ella bereits an der vereinbarten Bank gesucht. „Da bist du“, sagte er und kniete sich zu ihr. Ella erzählte, dass sie die Türen verwechselt hatte. Papa bedankte sich bei der Bademeisterin und fragte Ella, ob sie eine Pause brauchte. Ella nickte. Sie war froh, dass niemand schimpfte.
Sie tranken Wasser und sahen den Schwimmerinnen im großen Becken zu. Papa sagte: „Unsere Abmachung hat geholfen.“ Ella sah auf die Handtücher. Die gelben Streifen waren wie ein kleines Zeichen gewesen. Sie merkte sich auch den Platz der Aufsicht. Falls sie wieder Hilfe brauchte, wusste sie nun, wen sie ansprechen konnte.
Noch einmal zum Wasser
Erst als Ella bereit war, gingen sie gemeinsam ins flache Becken. Papa blieb bei ihr. Sie übte, sich mit den Händen am Rand entlangzubewegen. Nach jeder Runde schaute sie zum Fenster und fand die blaue Bank wieder. Das Becken war noch genauso blau wie vorher, aber der Weg dorthin fühlte sich nun vertrauter an.
Beim Gehen sagte Ella der Bademeisterin Danke. Diese winkte kurz zurück und schaute dann wieder zum Wasser. Ella zog ihre Schuhe an und trug das gestreifte Handtuch selbst. Draußen erzählte sie Papa noch einmal die Abmachung. Nicht, weil sie Angst hatte. Sondern weil sie wusste, dass ein guter Plan auch beim nächsten Besuch nützlich sein konnte.
