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Kreativität & Ausprobieren

Elin und die falsche Seite der Karte

Ein Bastelplan ist spiegelverkehrt kopiert. Elin probiert weiter und entdeckt eine eigene Faltform für ein Buchzeichen.

  • ab 6 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 3
  • Kreativität & Ausprobieren

Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Elin hält in einer hellen Bibliothek ein selbst gefaltetes orangefarbenes Fuchs-Lesezeichen über einem Buch.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Elin und die falsche Seite der Karte

Kapitel 1 von 4

Der Plan vom Basteltisch

In der Bibliothek lag ein Bastelplan für ein Lesezeichen aus Papier. Elin nahm ein blaues Blatt und folgte dem ersten Bild. Ecke auf Ecke, glattstreichen, umdrehen. Beim dritten Schritt sollte eine kleine Tasche entstehen. Auf Elins Papier zeigte die Tasche aber nach hinten. Sie drehte das Blatt und probierte es noch einmal. Wieder zeigte sie nach hinten.

Am Nebentisch saß Bibliothekarin Daria. „Brauche ich ein anderes Papier?“, fragte Elin. Daria sah auf den Plan. Einige Seiten waren am Morgen kopiert worden. Vielleicht war das Blatt dabei gespiegelt worden. Elin ärgerte sich. Sie hatte sorgfältig gearbeitet. Nun schien der Plan trotzdem falsch. Daria schlug vor, das gefaltete Papier erst einmal liegen zu lassen und gemeinsam nachzusehen.

Kapitel 2 von 4

Eine andere Richtung

Daria hielt die Kopie gegen das Fenster. Auf der Rückseite sahen die Pfeile plötzlich sinnvoller aus. „Tatsächlich spiegelverkehrt“, sagte sie. Elin wollte ein neues Blatt nehmen. Dann bemerkte sie, dass ihre falsche Falte eine spitze kleine Klappe gebildet hatte. Sie konnte sie über eine Buchseite stecken. „Das hält ja schon“, staunte sie.

Sie probierte, die andere Ecke ebenfalls zu falten. Die Klappe wurde breiter, aber das Papier stand schief. Elin faltete zurück und strich die Kante neu. Daria gab ihr ein altes Buch zum Testen. Elin steckte die Ecke auf eine Seite. Beim Umblättern blieb das Papier dort. Es war kein Lesezeichen wie auf dem Plan, doch es erfüllte denselben Zweck.

Kapitel 3 von 4

Ein Fuchs aus Papier

Mit einem orangefarbenen Blatt faltete Elin die Form noch einmal. Zwei kleine Spitzen standen oben ab. Sie erinnerten Elin an Ohren. Daria holte einen Stift. Elin malte zwei Augen und eine Nase auf die breite Fläche. Aus der falschen Falte war ein kleiner Fuchs geworden. Diesmal prüfte sie jede Ecke, bevor sie die Kante feststrich.

Ein Junge am Nachbartisch wollte den Fuchs nachbauen. Elin zeigte ihm zuerst die Klappe auf ihrer eigenen Buchseite. Dann führte sie die Schritte langsam vor. Bei ihm entstand ein schmaleres Gesicht. „Meiner sieht wie ein Wolf aus“, sagte er. Elin lachte. Sie mussten nicht beide dasselbe Tier falten. Daria legte den spiegelverkehrten Plan zur Seite, damit niemand ihn für die einzige Lösung hielt.

Kapitel 4 von 4

Eine neue Anleitung

Bevor Elin ging, zeichnete sie vier Bilder ihrer eigenen Faltfolge. Unter das letzte malte sie ein Buch mit einem Fuchs auf der Ecke. Daria fragte, ob die Anleitung auf dem Basteltisch liegen dürfe. „Ja“, sagte Elin. „Aber wenn jemand ein anderes Tier entdeckt, soll es auch zählen.“ Daria schrieb diesen Satz dazu.

Beim nächsten Bibliotheksbesuch lag neben Elins Fuchsplan ein Bild von einem Papierwolf. Elin steckte ihr altes Fuchszeichen in ein neues Buch und setzte sich ans Fenster. Der erste Plan war immer noch spiegelverkehrt. Doch nun gab es zwei Wege, etwas aus Papier zu machen. Elin überlegte, ob die nächste Falte vielleicht zu einem Vogel passen würde.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Warum klappte der erste Plan nicht?
  2. Was entdeckte Elin an ihrer Falte?
  3. Was ist schon einmal anders geworden, als du geplant hattest?

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