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Ava und der zu große Turm

Avas Turm braucht bald den ganzen Bautisch. Zusammen mit den anderen Kindern baut sie daraus eine Stadt mit Platz für alle.

  • ab 5 Jahren
  • 9 Minuten
  • Lesestufe 2
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Wie möchtet ihr lesen?

Kurze Abschnitte und eine gut lesbare Schrift helfen dir beim Selbstlesen.

Ava mit roten Zöpfen baut mit Lio und Runa eine Stadt aus Holzklötzen um ihren Turm am gemeinsamen Bautisch.
Eine Geschichte zum Entdecken und gemeinsamen Erzählen.
Bereit?Vier kurze Kapitel und Fragen für danach.
Geschichte beginnen

HEUTE IN DER GESCHICHTENWELT

Ava und der zu große Turm

Kapitel 1 von 4

Höher als Avas Kopf

Ava baute einen Turm aus Holzklötzen. Erst war er so hoch wie ihre Hand, dann so hoch wie der Stuhl. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um noch einen roten Dachstein aufzulegen. Am Bautisch war kaum noch Platz. Neben ihr hielt Lio eine Schachtel kleiner Fensterklötze. Er wollte ein Haus anfangen, fand aber nur eine schmale Ecke.

„Kann ich hier bauen?“, fragte er. Ava sah auf den Turm. Wenn Lio an den Tisch stieß, könnte alles fallen. „Lieber nicht“, sagte sie. Am anderen Ende wartete Runa mit Holzfiguren. Auch für ihre Tiere blieb nur wenig Raum. Ava freute sich über ihren hohen Turm, aber die Stille der anderen fühlte sich seltsam an. Es war schließlich ein Bautisch für alle.

Kapitel 2 von 4

Der Turm wackelt

Ava setzte noch einen Klotz obenauf. Der Turm schwankte. Lio hielt die Luft an. Runa zog ihre Tiere aus der Gefahrenzone. Ava griff zu spät nach dem Dach: Drei Klötze rutschten herunter. Niemandem tat etwas weh. Doch Ava war enttäuscht. „Jetzt ist alles kaputt.“ Lio sah die Klötze auf dem Tisch an. „Nicht alles. Wir könnten daraus mehrere Häuser machen.“

Ava wollte erst widersprechen. Sie hatte so lange gebaut. Dann betrachtete sie die breiten Sockelsteine. Daraus ließen sich tatsächlich viele kleine Häuser machen. „Aber ein Turm soll bleiben“, sagte sie. Runa nickte. „Dann wohnen meine Tiere vielleicht unten und dein Turm steht in der Mitte.“ Sie räumten vorsichtig eine freie Straße zwischen den Klötzen frei.

Kapitel 3 von 4

Eine Stadt braucht Wege

Lio stellte sein erstes Haus an den Rand. Runa legte eine Holzkuh davor. Ava baute den Turm neu, diesmal mit einem breiten Fuß. Er war niedriger, stand aber fest. Zwischen ihm und Lios Haus blieb Platz für zwei Finger. „Für die Fußgänger“, sagte Runa. Sie ließ eine Figur hindurchgehen. An einer Ecke kam sie nicht vorbei.

Die Kinder verschoben zwei Häuser. Nun entstand eine Kreuzung. Ava entdeckte, dass Bauen nicht nur Stapeln war. Es ging auch um den Platz dazwischen. Sie legte flache Klötze als Bank neben die Straße. Lio baute einen kleinen Laden. Runa stellte ihre Tiere in einen Hof. Jeder hatte einen Bereich, und doch gehörten die Wege allen.

Kapitel 4 von 4

Besuch im Turm

Am Nachmittag kam Ava noch einmal an den Bautisch. Der Turm stand. Daneben waren neue Häuser gewachsen, denn andere Kinder hatten mitgebaut. Eine kleine Holzfigur wartete vor der Tür des Turms. „Ist hier Besuchszeit?“, fragte Runa. Ava öffnete mit zwei Fingern eine Lücke in der Mauer. „Ja. Aber die Kuh muss draußen bleiben, sonst passt sie nicht rein.“

Runa ließ die Kuh auf der Wiese aus grünen Klötzen warten. Lio stellte eine Figur an die Kreuzung und erklärte den Weg. Ava betrachtete die ganze Stadt. Ihr Turm war nicht mehr das Höchste im Raum. Aber er hatte Nachbarn und eine Straße. Als sie nach Hause ging, bat sie die anderen, morgen weiterzubauen. Sie wollte wissen, wohin die Straße noch führen würde.

NACH DER GESCHICHTE

Was denkt ihr?

Es gibt keine falschen Antworten. Auch „Ich weiß es noch nicht“ ist völlig in Ordnung.

  1. Warum hatten Lio und Runa zuerst keinen Platz?
  2. Wie veränderte sich Avas Turm?
  3. Was braucht eine Stadt außer Häusern?

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